From Zen Kreis Hamburg e.V.

Worte: Glossar

Glossar

Banka (jap.) "Abend-Abschnitt" : abendliche Sutra-Rezitation in einem Zen-Kloster

Banka Soji : das Aufräumen nach der abendlichen Rezitation

Bodhisattva (Skrt.) "Erleuchtungswesen" : ein Wesen, das die Buddhaschaft anstrebt, jedoch solange auf das Eingehen ins vollständige Nirvana verzichtet, bis alle Wesen erlöst sind

Choka (jap.) "Morgen-Abschnitt" : morgendliche Sutra-Rezitation

Dharani (Skrt.) "Trägerin" : Sutras, die aus Silben mit symbolischem Gehalt bestehen

Dharma (Skrt.) "tragen, halten" : zentraler Begriff des Buddhismus mit unterschiedlichen Bedeutungen; einige davon sind

  1. die "Große Ordnung", das Gesetz der karmisch gesteuerten Wiedergeburt
  2. die Lehre des Buddha, die die universielle Wahrheit ausdrückt
  3. Verhaltensnormen und ethische Regeln

Djicha : Teegeber

Dojo (jap.) "Weg-Halle" : Raum, in dem einer der japanischen "Wege" geistig-praktischer Schulung geübt wird, z.B. Zazen (s.a. Zendo)

Dokusan (jap.) "allein zu einem Höheren gehen" : Begegnung eines Zen-Schülers mit seinem Meister allein in dessen Raum

Gassho (jap.) "zusammengelegte Handflächen" : Aneinanderlegen beider Handflächen vor der Brust

Gassho Tetto (jap.) : Verbeugung mit Gassho

Gyo Do : Rezitation beim Kinhin

Handaikan Tischdienst : Bedienung beim Essen

Haschi : Eßstäbchen

Inji : Assistent des Roshi/Sensei

Inkin : Handglocke

Jakuseki : Abendessen

Jikijitsu oder Jiki : Leiter der Zendo (der/die für die Hamonie innerhalb und ausserhalb der Zendo zuständig ist)

Jokei : Leiter der Rezitation

Kaichin : Schlafenszeit

Kai Han : Schlagen des Holzbretts (Stundenschlag)

Kaijo "Die Nachtruhe brechen" : Aufstehen

Kai Ko : Kurze Ansprache des Meisters/der Meisterin zu Beginn eines Sesshins

Kansho : Standglocke, die zur Zwiesprache mit dem Meister ruft

Karma (Skrt.) "Tat" : Universelles Gesetz von Ursache und Wirkung

Keisaku "Warn- " oder "Ermahnungsstock" : wird auf Bitte des Übenden hin zum Aufwecken benutzt

Kentan (jap.) "Ansehen des Tan (Sitzplatz)" : Kontrollrundgang durch den Meister/die Meisterin, um sich einen Eindruck von der Verfassung der Übenden zu verschaffen

Kinhin : Übung des Zen im Gehen zwischen den Sitzrunden

Koan (jap.) "öffentlicher Aushang" : im Chinesischen bedeutete es ursprünglich einen Präzedenzfall. Im (Rinzai-) Zen wird es als Mittel zur Schulung verwendet.

Konsho : Abendläuten

Kyūkei (休憩, きゅうけい) : Pause, Rast, Ruhepause

Mokugyo (jap.) "Holz-Fisch" : eine Holztrommel, die beim Rezitieren von Sutras verwendet wird

Mokuhan : Schlagbrett

Nirvana (Skrt.) "Verlöschen" : im Zen die Verwirklichung des Wahren-Wesens des Geistes

Nitten Soji : Tägliches Aufräumen und Säubern in Haus und Garten

Rinzai-Schule : eine der beiden heute noch in Japan lebendigen Schulen des Zen

Rohatsu : 7-Tages-Meditation im Gedenken an den Tag, an dem Buddha die Buddhaschaft erlangte

Roshi (jap.) "alter (verehrungswürdiger) Meister" : Bezeichnung für einen Zen-Meister

Saiza "Fastentafel" : Mittagessen

Samadhi (Skrt.) "Fixieren, Festmachen" : Sammlung des Geistes auf ein einziges Objekt durch die Beruhigung der Geistestätigkeit

Sampai : (jap.) "dreimaliges Niederwerfen"

Samu (jap.) "Arbeits-Dienst" : körperliche Arbeit während eines Sesshins

Sangha (Skrt.) "Menge, Schar" : buddhistische Gemeinde, Gemeinschaft der Übenden

Sanzen (jap.) "hingehen (zum) Zen" : in der Rinzai-Schule gleichbedeutend mit Dokusan

Sarei : gemeinsames Teetrinken aller Übenden

Seiza (jap.) "still sitzen" : Sitzhaltung, bei der man kniend auf den Fersen sitzt und den Rücken gerade aufgerichtet hält (Fersensitz)

Sensei : Lehrer

Sesshin (jap.) "Sammeln des Herz-Geistes" oder Ein Geist/ein Herz werden : Tage/Woche besonders intensiver, strenger Übung des gesammelten Geistes (Zazen)

Shasshu : Übereinanderlegen der Hände (die linke über der rechten Handfläche) vor der Brust mit angewinkelten Ellenbogen (Handhaltung beim Kinhin)

Shihatsu : fünf Eßschälchen

Shikantaza (jap.) "nichts als treffend sitzen" : Sitzmeditation ohne Objekt, auf das der Geist sich richten könnte

Shukusa : Frühstück

Sozan : allgemeines Sanzen, alle müssen zum Meister

Sutra (Skrt.) "Leitfaden" : Lehrrede des Buddha

Taiwa : Gespräch mit dem Meister unter vier Augen, in dem Fragen gestellt werden können

Taku : Klangholz; jeweils zwei werden vom Jikijitsu und vom Djicha zu unterschiedlichen Gelegenheiten als Signal geschlagen

Teisho (jap.) "Darbringung der Rezitation, Darlegung" : Darlegung der Zen-Erfahrung durch den Zen-Meister

Trikaya (Skrt.) "Drei Körper" : die drei Buddha-Körper (Dharmakaya - Körper der Großen Ordnung, Sambhogakaya - Körper des Entzückens, Nirmanakaya - Körper der Verwandlung)

Yaza (jap.) "Nacht sitzen" : Zazen nach der üblichen Schlafenszeit

Zabuton (jap.) "Sitzmatte" : eine meist mit Kapok gefüllte Matte, auf der Zazen geübt wird

Zafu (jap.) "Sitzkissen" : rundes Kissen, das als Sitzunterlage beim Zazen dient

Zazen (jap.) "Sitzen in Versunkenheit" : zentrale Praxis des Zen

Zendo (jap.) "Zen-Halle" : eine große Halle oder ein Raum, in dem Zazen geübt wird (s.a. Dojo)

Die in Anführungszeichen stehenden Erklärungen sind wörtliche Übersetzungen die, wie die meisten Erläuterungen hier, aus dem "Lexikon der östlichen Weiheitslehren" stammen (O.W. Barth Verlag 1997).

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Zuletzt geändert am 2008-11-14 08:40